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hier_geht_es [2018/11/09 11:37] (aktuell)
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 +**Mein erstes EME QSO mit V60EME am 11.10.2014** LOL
  
 +Ich habe immer schon Interesse gehabt, mal hinter die Kulissen eines EME-Spezialisten zu schauen und da hat mir Dithmar, DF7KF, angeboten mal dabei sein zu dürfen !
 +Dithmar wohnt nur 15km von mir entfernt und wir kennen uns schon seit vielen Jahren.
 +Nur aufgrund unserer verschiedenartigen Interessen ist das nähere Kennenlernen dieser Betriebsart für mich bisher nicht zustande gekommen.
 +
 +Dithmar funkt also meist auf 2m und meist in der Betriebsert JT65 über den Mond.
 +Ich hatte mich schon ein wenig über die Betriebsart JT65 schau gemacht und kam nicht so ganz unvorbereitet bei DF7KF an.
 +Er hat eine enorm große 2m Antennenanlage,​ die aus 8 Kreuzyagis mit je 14 Elementen besteht und natürlich grandgenau per Software horizontal und vertikal gesteuert werden kann. Jede Antenne ist über 10m lang !
 +Die Zuleitungskabel bestehen aus 7/8 Zoll Koaxkabeln und an den Antennen ist jeweils vertikal- und horizontal ein hochempfindlicher Vorverstärker montiert. Die Signale werden dann erst im Shack je nach Feldstärke horizontal, vertikal, zirkular oder +- 45 Grad zu den Empfängern ( 5 Stück !) geschaltet.
 +Das Sendesignal wird durch eine BEKO Endstufe auf die gewünschte Leistung gebracht.
 +
 +Hier erst einmal ein Bild der Antennenanlage von DF7KF (2m)
 +
 +{{:​df7kf_antenne.jpg?​400|DF7KF 2m EME- Antenne}}
 +Bild: DF7KF
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 +Die EME Anlage ist eine der leistungsfähigsten in der Welt. Viele Diplome an den Wänden bestätigen dies.
 +An diesem Wochenende war erstmals eine Station aus V6 (Micronesien) über den Mond qrv. Als ich ankam hatte Dithmar ihn natürlich schon lange im Log.
 +JT65 ist eine Betriebsart,​ mit der man sich natürlich, wenn man ernsthaft EME machen will, auch beschäftigen muss. Es gibt viele vorbereitende Einstellungen,​ aber wenn man das erledigt hat, erscheint auf dem Computerdisplay zuerst einmal ein Wasserfalldiagramm. Die Computeruhr muss auf die Sekunde genau stimmen und dann kann es los gehen.
 +Hören kann man bei JT65 wenig, aber schon Signale von -30db unter dem Rauschen kann das Programm dekodieren. Erst mal warten. Der Mond ging pünktlich um 18:01 UTC auf. Aber dann....
 +Sobald er über den Horizont schaute, war das Wasserfalldiagramm voller Signale. Vertikale Striche und Punkte in weiss. Die ganze Welt war also hinter dem V6 her ! 
 +Dann, vorher festgelegt, wird gehört, bzw. gesendet, jeweils genau 1 Minute lang.
 +
 +V60EME rief CQ ! Das konnten wir einwandfrei dekodieren. Signal: -24dB !
 +Rufzeichen in den PC eingeben. Automatisch wird die eigene Sendung herausgegeben.
 +V60EME DF1JM JO30. Fertig. Warten. V60EME antwortet schon im übernächsten Durchgang : DF1JM V60EME QJ96. Unser JT65 sagt: Feldstärke:​ -24dB. ​
 +Nächter Zyklus: RR ,  = Roger = Bestätigung von DF1JM an V60EME dass alles O.K. ist. Fertig ist das QSO.
 +Irgendwie faszinierend. Man hört nichts und trotzdem ist man mit dem anderen Ende der Welt irgendwie verbunden.
 +Kurz danach hörten wir auch ZL2ADU CQ rufen. Beim ersten Anruf hatten wir (ich) auch diese Station im Log.
 +Die QSL-Karte von ihm kam heute (24.10.2014) mit der Post.
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 +{{::​zl2adu_1_eme.pdf|}}
 +
 +Ich muss zu meiner Schande gestehen: Nicht ich, sondern Dithmar und der PC haben die QSO`s unter meinem Rufzeichen zustande gebracht.
 +Es hat mich fasziniert und Dithmar erzählte mir, dass schon Stationen mit einer 10 Element Antenne und 300 Watt HF, erfolgreich über den Mond arbeiten.
 +Na dann!
 +Danke an DF7KF und vielleicht versuch ich es mal von Schmidt aus. Dort haben wir 2 Stück 2m Yagis und 750 Watt ! Vielleicht hört mich ja Jemand.
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 +{{:​jt65_signal.jpg?​400|Wasserfalldiagramm}}
 +{{:​jt65_1.jpg?​400|Programmoberfläche}}
 +Bilder: DARC
 +
 +Näheres zu JT65
 +
 +https://​www.darc.de/​uploads/​media/​Digi-Mode_JT65_Vortrag_01.pdf